Hackers

OK. Ich geb’s zu. Ich liebe den Film “Hackers”. Ich kenne Leute, die sich den nicht angucken, weil er unrealistisch ist. Richtig: Hacken sieht anders aus. Und Hacker sehen anders aus. Auch lustig war die Klage darüber, daß die Mutter in einer Szene die E-Werke anruft, und dem Sohn den Strom in seinem Zimmer abschalten läßt. (Offensichtlich erkennen manche Leute Fake-Telefonate nicht mehr, wenn ein echtes Telefon im Spiel ist.) Weshalb ich den Film mag: die super-lange Liste mit positiven Anspielungen auf Hacker-Kultur, die Mitwirkung von Emmanuel Goldstein, Herausgeber vom amerikanischen Hacker-Magazin “2600”, und wegen dem fetzigen Soundtrack. Man muß sich halt klarmachen, daß es ein Unterhaltungsfilm ist und keine Doku. Letzten Endes ist Star Wars auch nicht gerade realistisch und wird trotzdem geguckt. Warum ich jetzt darüber schreibe: ich habe heute durch Zufall im Abspann gesehen, daß Neville Brody Mitglied des Art Departments war. Neville “The Graphic Language of Neville Brody” Brody. Neville “FontFont” Brody. Jedenfalls der Held meiner typografischen Jugend (hüstel). Noch ein Grund mehr, den Film zu mögen. (Und die Neville-Brody-Connection wird noch cooler, wenn man nach Seiten googlet, die seinen und meinen Namen enthalten und man tatsächlich Treffer findet.)

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