Hackers

July 30th, 2007

OK. Ich geb’s zu. Ich liebe den Film “Hackers”. Ich kenne Leute, die sich den nicht angucken, weil er unrealistisch ist. Richtig: Hacken sieht anders aus. Und Hacker sehen anders aus. Auch lustig war die Klage darüber, daß die Mutter in einer Szene die E-Werke anruft, und dem Sohn den Strom in seinem Zimmer abschalten läßt. (Offensichtlich erkennen manche Leute Fake-Telefonate nicht mehr, wenn ein echtes Telefon im Spiel ist.) Weshalb ich den Film mag: die super-lange Liste mit positiven Anspielungen auf Hacker-Kultur, die Mitwirkung von Emmanuel Goldstein, Herausgeber vom amerikanischen Hacker-Magazin “2600″, und wegen dem fetzigen Soundtrack. Man muß sich halt klarmachen, daß es ein Unterhaltungsfilm ist und keine Doku. Letzten Endes ist Star Wars auch nicht gerade realistisch und wird trotzdem geguckt. Warum ich jetzt darüber schreibe: ich habe heute durch Zufall im Abspann gesehen, daß Neville Brody Mitglied des Art Departments war. Neville “The Graphic Language of Neville Brody” Brody. Neville “FontFont” Brody. Jedenfalls der Held meiner typografischen Jugend (hüstel). Noch ein Grund mehr, den Film zu mögen. (Und die Neville-Brody-Connection wird noch cooler, wenn man nach Seiten googlet, die seinen und meinen Namen enthalten und man tatsächlich Treffer findet.)

Old School UMTS

July 15th, 2007

Man nehme:

  • Linux-Router mit DSL-Flat
  • Analog-Modem
  • Vernünftige Telefon-Anlage (die Arcor-Starter-Box bringts nicht)
  • Handy mit eingebautem Modem und base-Vertrag
  • PDA mit IrDA oder wahlweise
  • Notebook, USB-Kabel
  • Ein bißchen Rumgefrickel mit PPP und PAP-Authentifizierung

Alle Zutaten kräftig mischen und man bekommt langsames, aber dafür kostenloses selbstgemachtes Internet wo immer man Empfang hat. Nice!

Edit: Problem ist, daß base den Dienst, meinen Datenverkehr von meinem eigenen Handy auf mein eigenes Modem zu routen, extra berechnet. Mir fallen dazu ein paar Schimpfwörter ein, die ich hier ungerne veröffentlichen möchte. Also leider nicht kostenlos. :-(

Harley Days

July 15th, 2007

Jetzt wohnen wir schon relativ weit weg von der Schanze und vom Heiligengeistfeld. Aber wer konnte ahnen, daß die Motorrad-Karawane der Harley Days direkt vor unserem Fenster her fährt? Jedenfalls wurde es gerade laut, wir haben uns das Schauspiel vom Fenster aus angeguckt und so nach 10 Minuten oder so bin ich selbst mal runtergegangen zum Fotografieren.

Fusion

July 2nd, 2007

Ich war also mit Freunden auf der Fusion. Mein erstes mal und es fiel einigermaßen ins Wasser. OK. Nicht ganz, aber es regnete deutlich mehr als sonst in Hamburg an einem Wochenende. Das Festival war recht bunt gemischt vom Publikum her: von Esos über Bewegungs-Linke, Hippies und verstrahlte Marusha-Kopien bis zu Leuten, die im Englischen wohl “chav” genannt werden. Wenn jemand weiß, wie die im Deutschen heißen, bitte ich um Hinweise.

Ergänzend zu den Bühnen und DJ-Bereichen gab es jede Menge Kunst anzugucken, eine Rückzugsmöglichkeit mit Workshops und Vokü in der “Oase” und ein Kinoprogramm mit Filmen von “das wandelnde Schloß” (von Hayao “Heidi” Miyazaki) bis hin zu Indymedia-Dokus über die G8-Proteste vor den Toren von Heiligendamm. Offengestanden habe ich mich trotzdem etwas gelangweilt, aber das ging auch Freunden so, die ich dort getroffen habe. Beim nächsten mal werde ich mich dort vermutlich etwas einklinken und selbst etwas auf die Beine stellen.

Mein Zelt stand relativ direkt neben der Rollbahn, was das Wiederfinden vereinfachte und mir half, die Batterien meines etrex zu sparen.

Unten auf den Bildern gibt es auch die Erklärung dafür, warum ich neulich Freunden bei einer Tour durch St. Pauli die coole Ghettoblaster-Skulptur nicht zeigen konnte: die war bereits auf dem Weg zur Fusion.

Wow — häßlich

June 24th, 2007

An diesem … Ding bin ich ein paar Wochen vorbeigelaufen, aber heute hatte ich eine Kamera dabei und keine Lust mehr, das unkommentiert stehen zu lassen. Genug ist genug. Diese paar Zeilen enthalten etliche Gründe für den „Designer“, sich mal wieder ein Buch über Typografie zu schnappen. Als da wären:

  1. Leerzeichen nach offener Klammer bzw. vor schließender Klammer
  2. Das ist ein Bindestrich, kein Streckenstrich, der hier eigentlich angebracht wäre
  3. Der Bindestrich ist hier mal OK, aber die Leerzeichen drumherum sind definitiv zuviel des Guten
  4. Siehe 2
  5. Auch beliebt: Zoll-Zeichen zu verwenden statt der geforderten Anführungszeichen (99 unten, 66 oben)

Manchmal frage ich mich, warum ich nicht selbst Layout mache. Oh, warte. Das mache ich ja.

Medical students’ disease

June 4th, 2007

Ich habe neulich in der Wikipedia den Artikel über Medical students’ disease gelesen. Und ich bin überzeugt, daß ich das auch habe.

Schmidteinander-Revival

June 4th, 2007

Ich hoffe, Ihr erinnert Euch noch an die legendäre WDR-Show “Schmidteinander”, die Anfang der 90er über deutsche Fernseherinnen flimmerte: die Show mit Harald Schmidt und Herbert Feuerstein. Das folgende Schild erinnert irgendwie an deren Running-Gag-Quiz: “Welcher Buchstabe fehlt hier?”

Die 10 besten Top-10-Listen

June 2nd, 2007

In letzter Zeit scheint es, als würde man automatisch gediggt, wenn man eine Top-10-Liste veröffentlicht. Hier ist meine Liste, die 10 besten Top-10-Listen:

  1. Die 10 besten Gründe, zur Arbeit zu gehen
  2. Die 10 besten Gründe, nicht zur Arbeit zu gehen
  3. Die 10 dunkelsten Nächte
  4. Die 10 glitzerndsten Sterne
  5. Die 10 nassesten Flüsse
  6. Die 10 kürzesten Quickies
  7. Die 10 besten Betriebssysteme von Microsoft
  8. Die 10 am schwierigsten zu installierenden Linux-Distros
  9. Die 10 langweiligsten Jungen der Welt
  10. Die 10 aufgeblasensten Gasluftballons

Und jetzt: digg me!!!!!1!!1!11!

Paradigmen-Wechsel in Sicht?

May 25th, 2007

Boingboing hat eine Story über eine (ja, nennen wir es mal) Regierungsverschwörung in den USA, bei der das Justiz-Ministerium mit Republikanischen Marionetten unterwandert ist, um kommende Wahlen zu fälschen. Mal ganz ehrlich. Die Wiege der Demokratie, die anderen Staaten zeigen muß (darf!), wie Zivilisation aussieht, sind die USA doch wohl echt nicht mehr. Ich frage mich gerade, wie lange es noch dauert, bis wir uns mit den Chinesen verbünden müssen, um gegen die nukleare Bedrohung und die Menschenrechtsverletzungen in den USA zu kämpfen.

Lustige Seitennotiz am Rande: Als Merkel Putin neulich darauf ansprach, daß sie seine Polizeistaats-Methoden gegen Oppositionelle nicht so prall findet, erwiderte Putin, daß Deutschland das ja wohl auch so machen würde – man müsse sich nur die Aktion in Hamburg gegen die Rote Flora angucken.

Web 2.0

May 12th, 2007

Mein Blog ist jetzt übrigens auch “Web 2.0 compliant” durch Umbenennung in “whatevr”. :-)