Fusion

July 2nd, 2007

Ich war also mit Freunden auf der Fusion. Mein erstes mal und es fiel einigermaßen ins Wasser. OK. Nicht ganz, aber es regnete deutlich mehr als sonst in Hamburg an einem Wochenende. Das Festival war recht bunt gemischt vom Publikum her: von Esos über Bewegungs-Linke, Hippies und verstrahlte Marusha-Kopien bis zu Leuten, die im Englischen wohl “chav” genannt werden. Wenn jemand weiß, wie die im Deutschen heißen, bitte ich um Hinweise.

Ergänzend zu den Bühnen und DJ-Bereichen gab es jede Menge Kunst anzugucken, eine Rückzugsmöglichkeit mit Workshops und Vokü in der “Oase” und ein Kinoprogramm mit Filmen von “das wandelnde Schloß” (von Hayao “Heidi” Miyazaki) bis hin zu Indymedia-Dokus über die G8-Proteste vor den Toren von Heiligendamm. Offengestanden habe ich mich trotzdem etwas gelangweilt, aber das ging auch Freunden so, die ich dort getroffen habe. Beim nächsten mal werde ich mich dort vermutlich etwas einklinken und selbst etwas auf die Beine stellen.

Mein Zelt stand relativ direkt neben der Rollbahn, was das Wiederfinden vereinfachte und mir half, die Batterien meines etrex zu sparen.

Unten auf den Bildern gibt es auch die Erklärung dafür, warum ich neulich Freunden bei einer Tour durch St. Pauli die coole Ghettoblaster-Skulptur nicht zeigen konnte: die war bereits auf dem Weg zur Fusion.

Wow — häßlich

June 24th, 2007

An diesem … Ding bin ich ein paar Wochen vorbeigelaufen, aber heute hatte ich eine Kamera dabei und keine Lust mehr, das unkommentiert stehen zu lassen. Genug ist genug. Diese paar Zeilen enthalten etliche Gründe für den „Designer“, sich mal wieder ein Buch über Typografie zu schnappen. Als da wären:

  1. Leerzeichen nach offener Klammer bzw. vor schließender Klammer
  2. Das ist ein Bindestrich, kein Streckenstrich, der hier eigentlich angebracht wäre
  3. Der Bindestrich ist hier mal OK, aber die Leerzeichen drumherum sind definitiv zuviel des Guten
  4. Siehe 2
  5. Auch beliebt: Zoll-Zeichen zu verwenden statt der geforderten Anführungszeichen (99 unten, 66 oben)

Manchmal frage ich mich, warum ich nicht selbst Layout mache. Oh, warte. Das mache ich ja.

Medical students’ disease

June 4th, 2007

Ich habe neulich in der Wikipedia den Artikel über Medical students’ disease gelesen. Und ich bin überzeugt, daß ich das auch habe.

Schmidteinander-Revival

June 4th, 2007

Ich hoffe, Ihr erinnert Euch noch an die legendäre WDR-Show “Schmidteinander”, die Anfang der 90er über deutsche Fernseherinnen flimmerte: die Show mit Harald Schmidt und Herbert Feuerstein. Das folgende Schild erinnert irgendwie an deren Running-Gag-Quiz: “Welcher Buchstabe fehlt hier?”

Die 10 besten Top-10-Listen

June 2nd, 2007

In letzter Zeit scheint es, als würde man automatisch gediggt, wenn man eine Top-10-Liste veröffentlicht. Hier ist meine Liste, die 10 besten Top-10-Listen:

  1. Die 10 besten Gründe, zur Arbeit zu gehen
  2. Die 10 besten Gründe, nicht zur Arbeit zu gehen
  3. Die 10 dunkelsten Nächte
  4. Die 10 glitzerndsten Sterne
  5. Die 10 nassesten Flüsse
  6. Die 10 kürzesten Quickies
  7. Die 10 besten Betriebssysteme von Microsoft
  8. Die 10 am schwierigsten zu installierenden Linux-Distros
  9. Die 10 langweiligsten Jungen der Welt
  10. Die 10 aufgeblasensten Gasluftballons

Und jetzt: digg me!!!!!1!!1!11!

Paradigmen-Wechsel in Sicht?

May 25th, 2007

Boingboing hat eine Story über eine (ja, nennen wir es mal) Regierungsverschwörung in den USA, bei der das Justiz-Ministerium mit Republikanischen Marionetten unterwandert ist, um kommende Wahlen zu fälschen. Mal ganz ehrlich. Die Wiege der Demokratie, die anderen Staaten zeigen muß (darf!), wie Zivilisation aussieht, sind die USA doch wohl echt nicht mehr. Ich frage mich gerade, wie lange es noch dauert, bis wir uns mit den Chinesen verbünden müssen, um gegen die nukleare Bedrohung und die Menschenrechtsverletzungen in den USA zu kämpfen.

Lustige Seitennotiz am Rande: Als Merkel Putin neulich darauf ansprach, daß sie seine Polizeistaats-Methoden gegen Oppositionelle nicht so prall findet, erwiderte Putin, daß Deutschland das ja wohl auch so machen würde – man müsse sich nur die Aktion in Hamburg gegen die Rote Flora angucken.

Web 2.0

May 12th, 2007

Mein Blog ist jetzt übrigens auch “Web 2.0 compliant” durch Umbenennung in “whatevr”. :-)

Update zu Scrubs und Grey’s Anatomy

May 12th, 2007

Oh, mein Gott. Sie tun es. Erinnert sich noch jemand an die CSI-Folge, in der ein Teil des Teams nach Miami mußte, weil eine heiße Spur dort hin führte? In Miami treffen sie einen CSI aus Miami und ein paar Leute aus seinem Team. Die Folge war – gelinde gesagt – nicht so der Brüller. Und als Dank fürs Durchhalten belohnt uns Bruckheimer mit dem schlechtesten Spin-Off aller Zeiten: CSI Miami. (Nur, um kurze Zeit später das auch noch mal zu unterbieten mit CSI New York.) Nun ist es auch bei Grey’s Anatomy so weit, der Serie, der ich die Hälfte meines Medizin-Vokabulars verdanke. (Die andere Hälfte ist aus dem Trepel …)

Jedenfalls sind die Folgen 3-22 und 3-23 eine Doppelfolge. Die Doppelfolge aus Season 2 war das Beste, was seit langer Zeit über den Äther flimmerte (“Tell the head nurse, we have a code black.”). Und ich habe mich ziemlich auf diese Doppelfolge gefreut. Und was passiert? Addison fährt nach Los Angeles (klingelt’s schon?), um sich zwei Folgen lang in einer Schönheitsklinik bei einer alten Freundin rumzudrücken. Wow. Wie albern. Und als ich dann Szenen sah, in denen ausschließlich Nebenfiguren auftraten, schwante es mir, was hier gerade passiert: Ein Spin-Off wird eingeführt. Ich mache es hiermit offiziell: Jede Wette, daß im Herbst ein Spin-Off von Grey’s Anatomy gesendet wird. Nicht, daß ich den Eindruck hätte, daß das sehenswert wäre, aber die senden das bestimmt.

Ja, und Scrubs: Wow. Entweder die stampfen die Serie ein oder die kommen mit den Drehbüchern noch mal aus dem Quark. Die 6. Season ist unglaublich einfallslos. Die Einfallslosigkeit geht sogar so weit, daß die eine Folge aus “Rückblicken” zusammengeschnitten haben. Nee, echt nich.

Mein Lieblings-Un*x-Befehl

May 6th, 2007

Nur mal so am Rande. Mein Lieblings-Befehl unter Un*x:

 # killall cat

(Ich weiß, manche Feministinnen mögen “killall man” besser finden, aber als Allergiker hab ich da einen anderen Standpunkt.)

ACM Distinguished Members

April 21st, 2007

Aus der “So klein ist die Welt”-Abteilung: Die ACM (Association for Computing Machinery) hat als neue Distinguished Engineers u.A. Guido van Rossum und Joseph Konstan geehrt.

Guido van Rossum ist der Erfinder von Python und Bruder von Just van Rossum, einem ziemlich bekannten Type-Designer. Just hat u.a. Python-Sans gemacht, die Schrift des vorigen Python-Logos, und Justlefthand, eine Schrift, die auf jeder zweiten Brötchentüte zu sehen ist (z.B. bei Backbord). Und Just hat mal bei Metadesign in Berlin gearbeitet, die mittlerweile zu demselben Konzern gehören wie mein Brötchengeber.

Joseph Konstan war damals Mitte der Neunziger der Kopf hinter Grouplens, einem kollaborativen Recommender System. Die Idee hinter Grouplens war, daß das Usenet ziemlich viel Müll enthält, es aber darauf ankommt, was man gut findet, um zu entscheiden, was genau dieser Müll nun ist. Der Ansatz von Grouplens bestand dann nicht darin, Artikel nach Textinhalt zu filtern, sondern darin, daß Usenet-Benutzer Artikel bewertet haben. Grouplens hat dann Benutzer mit ähnlichen Bewertungen zusammengebracht, sodaß deren Bewertungen ihnen gegenseitig dabei halfen, die interessanten ungelesenen Nachrichten zu finden. Während meines Studiums habe ich in zwei unterschiedlichen Projekten mit Grouplens zu tun gehabt.

Glückwunsch an alle neuen Distinguished Members.