Update zu Scrubs und Grey’s Anatomy

May 12th, 2007

Oh, mein Gott. Sie tun es. Erinnert sich noch jemand an die CSI-Folge, in der ein Teil des Teams nach Miami mußte, weil eine heiße Spur dort hin führte? In Miami treffen sie einen CSI aus Miami und ein paar Leute aus seinem Team. Die Folge war – gelinde gesagt – nicht so der Brüller. Und als Dank fürs Durchhalten belohnt uns Bruckheimer mit dem schlechtesten Spin-Off aller Zeiten: CSI Miami. (Nur, um kurze Zeit später das auch noch mal zu unterbieten mit CSI New York.) Nun ist es auch bei Grey’s Anatomy so weit, der Serie, der ich die Hälfte meines Medizin-Vokabulars verdanke. (Die andere Hälfte ist aus dem Trepel …)

Jedenfalls sind die Folgen 3-22 und 3-23 eine Doppelfolge. Die Doppelfolge aus Season 2 war das Beste, was seit langer Zeit über den Äther flimmerte (“Tell the head nurse, we have a code black.”). Und ich habe mich ziemlich auf diese Doppelfolge gefreut. Und was passiert? Addison fährt nach Los Angeles (klingelt’s schon?), um sich zwei Folgen lang in einer Schönheitsklinik bei einer alten Freundin rumzudrücken. Wow. Wie albern. Und als ich dann Szenen sah, in denen ausschließlich Nebenfiguren auftraten, schwante es mir, was hier gerade passiert: Ein Spin-Off wird eingeführt. Ich mache es hiermit offiziell: Jede Wette, daß im Herbst ein Spin-Off von Grey’s Anatomy gesendet wird. Nicht, daß ich den Eindruck hätte, daß das sehenswert wäre, aber die senden das bestimmt.

Ja, und Scrubs: Wow. Entweder die stampfen die Serie ein oder die kommen mit den Drehbüchern noch mal aus dem Quark. Die 6. Season ist unglaublich einfallslos. Die Einfallslosigkeit geht sogar so weit, daß die eine Folge aus “Rückblicken” zusammengeschnitten haben. Nee, echt nich.

Mein Lieblings-Un*x-Befehl

May 6th, 2007

Nur mal so am Rande. Mein Lieblings-Befehl unter Un*x:

 # killall cat

(Ich weiß, manche Feministinnen mögen “killall man” besser finden, aber als Allergiker hab ich da einen anderen Standpunkt.)

ACM Distinguished Members

April 21st, 2007

Aus der “So klein ist die Welt”-Abteilung: Die ACM (Association for Computing Machinery) hat als neue Distinguished Engineers u.A. Guido van Rossum und Joseph Konstan geehrt.

Guido van Rossum ist der Erfinder von Python und Bruder von Just van Rossum, einem ziemlich bekannten Type-Designer. Just hat u.a. Python-Sans gemacht, die Schrift des vorigen Python-Logos, und Justlefthand, eine Schrift, die auf jeder zweiten Brötchentüte zu sehen ist (z.B. bei Backbord). Und Just hat mal bei Metadesign in Berlin gearbeitet, die mittlerweile zu demselben Konzern gehören wie mein Brötchengeber.

Joseph Konstan war damals Mitte der Neunziger der Kopf hinter Grouplens, einem kollaborativen Recommender System. Die Idee hinter Grouplens war, daß das Usenet ziemlich viel Müll enthält, es aber darauf ankommt, was man gut findet, um zu entscheiden, was genau dieser Müll nun ist. Der Ansatz von Grouplens bestand dann nicht darin, Artikel nach Textinhalt zu filtern, sondern darin, daß Usenet-Benutzer Artikel bewertet haben. Grouplens hat dann Benutzer mit ähnlichen Bewertungen zusammengebracht, sodaß deren Bewertungen ihnen gegenseitig dabei halfen, die interessanten ungelesenen Nachrichten zu finden. Während meines Studiums habe ich in zwei unterschiedlichen Projekten mit Grouplens zu tun gehabt.

Glückwunsch an alle neuen Distinguished Members.

Schlechtes Zeichen

March 26th, 2007

Du weißt, Du hast ein Problem, wenn Du Dich bei der Idee ertappst, die Buchführung für Deine WG auf den Industriekontenrahmen umzustellen (0730: Espresso-Maschine, 6660: WG-Party, etc.).

Getting Things Done

February 15th, 2007

Ich bin einer von den Leuten, die ihr Leben gerne unter Kontrolle haben. 1998 dachte ich, daß mir mein neuer PalmPilot Professional helfen wird, die Anforderungen von Familie, Uni, Job, Ehrenamt, Privatkram und Hobbies zu managen. 1999 wußte ich, daß der PalmPilot zwar cool ist, aber im Grunde auch nur ein Kalender mit TCP/IP.

Während meiner Diplomarbeit bin ich dann durch eine Reihe von Vermeidungsstrategien (Henrik, ein Doktorand, hatte von der SIGIR 2004 das Handout zum Tutorial von Marti Hearst mitgebracht, darin wurde Audible vorgestellt, Audiobooks hörte sich interessant an, ein Buch wollte ich kaufen und habe dann in der Auswahl gestöbert) auf David Allens “Getting Things Done” gestoßen. In dem Buch geht es um die planmäßige Verwaltung der Aufgaben und Projekte, die man managen muß, wenn man seine ganzen Dinge geregelt kriegen will. Die grundsätzlichen Ideen von Allen sind:

  • die Anzahl der Eingänge von Aufgaben auf möglichst wenige konzentrieren (z.B. nur ein Posteingangskorb),
  • diese Quellen regelmäßig leer arbeiten – und wenn das nur heißt zu gucken, was man machen muß,
  • über alle Projekte und Einzelaufgaben mittels Listen buchführen,
  • für wiederkehrende Aufgaben Checklisten benutzen und weiterentwickeln.

Allen schlägt darüber hinaus vor, wöchentlich durch alle Listen, Projekte und vergangene und kommende Kalendereinträge durchzugehen und zu gucken, was als nächstes anliegt.

Seit Herbst 2004 wende ich Allens Methode an und finde sie super. Man kann sich kaum vorstellen, wie entspannend ein leerer Posteingang ist und das Wissen, daß alle Dinge, die man erledigen muß, in einer der Listen auftauchen oder im Kalender. Kein “oh, für den Termin morgen hätte ich noch dies und das vorbereiten müssen” mehr, kein “hätte ich doch neulich Kaffee mitgebracht” mehr, kein “ich hoffe, in dem Stapel da sind keine wichtigen Rechnungen” mehr. Menschen, die ein Leben aus unterschiedlichen Verantwortlichkeiten selbst managen müssen, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Der einzige Nachteil ist, daß Unzuverlässigkeit bei anderen Menschen noch mehr nervt.

Die deutsche Ausgabe von David Allen heißt “Wie ich die Dinge geregelt kriege” und ist erschienen bei Pieper. Den englischen Titel finde ich allerdings wesentlich besser: “Getting Things Done” – und auch diesen Titel bekommt man bei Amazon. Nur ein Tip: besorgt Euch nicht das bei Audible erhältliche gekürzte Hörbuch. Die Methode ist recht komplex und ich bin nicht umhingekommen, mir erst diverse Schaubilder zu malen, Checklisten zu schreiben, um mir dann die Papierausgabe zu besorgen.

Nachtrag 26.3.07: Ebenfalls nicht zu empfehlen ist Allen’s “Ready for Anything”. Das Buch besteht größtenteils aus Beispielen für Methoden aus Getting Things Done und taugt weder als Ergänzung und schon gar nicht als Ersatz für Getting Things Done.

SpamIt Expander

February 11th, 2007

Ich habe weiter unten beschrieben, daß ich für diese lästigen EMail-Registrierungs-Formulare einen Trick benutze, um rauszufinden, wer die Adressen verkauft. Heute habe ich meine ersten Spams an die Adresse bekommen, die ich bei der “Registrierung” (was-auch-immer) von StuffIt-Expander angegeben habe. Noch mal klar gersagt: Smith Micro Software verkauft Eure Mail-Adressen.

Spam! Spam! Spam! Spam! Spaaaaaaaam!

December 17th, 2006

In den letzten 72 Tagen habe ich die mir liebgewonnene Gewohnheit, meinen Spam-Ordner nach falschen Positiven zu durchforsten und dann zu löschen, beiseite geschoben und mal geguckt, was passiert. Folgende Ergebnisse:

  • 18876 neue Nachrichten im Spam-Ordner
  • 13819 automatisch als Spam erkannt
  • 5057 falsche Negative

Damit erkennt Thunderbird’s Spam-Filter 27% der eingehenden Spam-Nachrichten nicht. Von den täglich 262 Spams, die ich bekomme, muß ich daher im Schnitt 71 Nachrichten selbst markieren. Für mich ist das ein echt lausiger Schnitt, wenn man bedenkt, daß Thunderbird ja diesen tollen Bayes’schen Filter benutzt, der so super-zuverlässig sein soll. Offengestanden klemm ich mir das Durchforsten von knapp 20k Mails nach falschen Positiven (und ich meine nicht 20kB Mails!) und lösche die. Wer von Euch also auf ne Antwort von mir wartet, möge bitte die Mail noch mal schicken.

Die gute Nachricht ist allerdings, daß keine dieser Spam-Mails meine Adresse von einer Website hat, die vorgibt, Mail-Adressen nicht weiterzugeben. Bei Websites gebe ich meine Adresse immer in der Form “account-identifier@meinedomain” an, wobei “identifier” ein Kürzel ist für die Website, bei der ich meine Adresse eintrage. Bei Threadless wäre das dann z.B. “account-threadless@blabla”.

In Nummer 10, Volume 49 der Communications of the ACM von Oktober 2006 gab es eine Untersuchung von Spam (Hann et al.: “Who gets spammed?”). In dem Experiment haben die Autoren bei unterschiedlichen Web-Mailern ein paar Dummy-Accounts angelegt und in einigen Parametern variiert: Alter, Interessen, Gender und Wohnort. 192 der 288 Adressen wurden über eine jeweils eigene Geocities-Webpage veröffentlicht. Das Ergebnis ist u.A.:

a) Hotmail-User bekommen den meisten Spam unter den untersuchten Webmailern ab.

b) Menschen, die als Interessen “Computer” oder “Technologie” angeben, bekommen mehr Spam als die, die diese Interessen nicht angeben und

c) Seine Mail-Adresse bei Hotmail zu haben, erhöht die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Spam zu werden, deutlich mehr, als die Entscheidung, seine Mail über eine Geocities-Seite zu veröffentlichen.

Das hilft mir jetzt zwar konkret nicht weiter, aber ich bin schon mal echt froh, nicht bei Hotmail zu sein.

Zufälle gibts …

December 12th, 2006

Habe heute wieder The West Wing geguckt. In der Folge 5-13 (“The Warfare of Genghis Khan”) geht es um einen israelischen Atombomben-Test. Vorher hatte ein israelischer Politiker gegenüber dem Vizepräsidenten der USA eine Anspielung gemacht, daß Israel Atomwaffen hat. Und als ob das nicht schon lustiger Zufall genug wäre, hat auch noch Armin Müller Stahl einen Auftritt als israelischer Premierminister. Die Idee, die die Charaktere in der Folge disktuieren, ist: Wenn die USA Atomwaffen haben – warum dann nicht auch Israel oder der Iran? Ich mag diese Serie.

Gerechtigkeit:Pinochet 1:1

December 11th, 2006

Augusto Pinochet ist tot und die Chilenische Regierung will ihm kein Staatsbegräbnis ausrichten. Das ist nur zu verständlich, da die Staatspräsidentin ihren Vater durch Pinochets Folter verlor und auch selbst ihr Opfer wurde. Die Briten halten sich vornehm zurück mit der Mitteilung, man nehme seinen Tod zur Kenntnis. Nach Trauer hört sich das nicht gerade an, aber eine offizielle Party wäre auch nicht wirklich diplomatisch. Interessant (wie in “abgründig”) ist die Reaktion der USA, die ihre Solidarität mit den Opfern der Militär-Junta kund taten. Interessant, weil die USA am Putsch nicht ganz unbeteiligt waren, wie das Weiße Haus im Rahmen des Freedom of Information Act zugab. Aber Maggie “Tina” Thatcher toppt alles mit ihrer Beileidsnote an Pinochets Witwe, in der sie sich “tief betrübt” zeigt. Zu traurig. Ein Militärdiktator ist tot.

Sushi im Überfluß

December 10th, 2006

So, wir haben heute also mal Sushi gemacht in unserer WG. Trotz neuem Herd ist der Reis ziemlich gut geworden. Allerdings haben wir uns mit der Menge etwas verschätzt und werden den Rest wohl morgen essen müssen. Riesen-Drama! :-)